Gut gerüstet für den Wald! Ausrüstung Kleidung FAQ Wald Tagesablauf Elternzitate

»Es gibt kein schlechtes Wetter - es gibt nur . . . :)«

Welche besondere Ausrüstung braucht ein Waldkind?

Wind & Wetter?

Zwiebellook!

In Waldkindergruppen hat sich bei der Bekleidung das „Zwiebelsystem“ bewährt:

Es werden mehrere dünne Schichten wetterangepasster Bekleidung übereinander angezogen. Zu allen Jahreszeiten können sich die Kinder auf diese Weise problemlos den wechselnden Witterungsbedingungen im Tagesablauf anpassen. Im Winter gibt dieses System den Kindern zusätzlich viel Bewegungsfreiheit und damit die Möglichkeit, sich durch Aktion warm zu halten.

Im Folgenden geben wir konkrete Tipps zum Thema Bekleidung, möchten aber darauf hinweisen, dass es immer notwendig ist, vor jedem Waldtag auf die Witterung zu achten und das Kind entsprechend auszurüsten.

Gut (aus-)gerüstet!

Ferien für die Waschmaschine !

Die Kleidung eines Waldkindes wird selbstverständlich täglich stark »beansprucht«.

Auch wenn es anfangs vielleicht schwerfällt und ungewohnt ist - das Kind muss morgens keinesfalls mit frischen und sauberer Klamotten in den Wald!

Im Gegenteil - häufiges Waschen schadet schnell der vor allem bei Regenkleidung wichtigen Imprägnierung. Der beste Tipp ist tatsächlich, die Waldsachen so selten wie nur möglich in die Waschmaschine zu geben. Viel besser: einfach trocknen lassen und auszubürsten.

  • Eine wasserdichte Regenhose (ohne Latz) und Regenjacke wird zu allen Jahreszeiten benötigt. Wichtig ist es, die Regenbekleidung groß genug zu kaufen, damit sie über alles andere (auch über die Schneehose im Winter) angezogen werden kann.

  • Für jüngere Kinder hat sich auch eine Kinderwatthose bewährt (gibt es nur mit Latz), da so kein Wasser von oben in die Schuhe laufen kann, wenn sie in der Pfütze spielen

  • Regenhut, damit das Gesicht trocken bleibt.
  • Bequeme und wetterfeste Schuhe (flexible Sohle unterstützt gesunde Füße!)

  • Gummistiefel nur für sehr starke Regentage, da diese prinzipiell keinen guten Halt geben (z.B. Rutschgefahr beim Klettern) und nicht atmungsaktiv sind (Schweißfüße!)
  • Hut oder Schirmmütze im Sommer

  • Regenhut

  • Mütze je nach Witterung aus Baumwolle, Fleece oder Wolle

  • Loop-Schal, Schalmütze

  • Fingerhandschuhe oder Fäustlinge aus Softshell oder wasserdichtem Material (mehrere Paar) und Handwärmer
  • Langärmliges T-Shirt oder dünner Pullover

  • Pullover aus Wolle, Wollwalk oder Fleece
  • Thermounterwäsche aus Merinowolle, Schurwolle, Wolle-Seide, Baumwolle oder atmungsaktiven Kunstfasern mit langen Ärmeln und Beinen im Winter

  • Strümpfe aus Baumwolle oder spezielle Wandersocken, Wollsocken für den Winter

  • Robuste lange Hosen, bei kühleren Temperaturen aus Softshell-Stoff (je nach Jahreszeit gefüttert) oder Wollwalkhosen.

  • Gefütterte Winter- bzw. Schneehose für die kalte Jahreszeit (Zwei-Teiler)
  • Kinderrucksack für die jeweilige Körpergröße aus strapazierfähigen Material mit Brustgurt, gepolsterten Trageriemen/gepolsterten Rücken, Deckelklappe, seitlichen Netztaschen und mit Schnallen zum Schließen (damit man auch außen die Jacke festmachen kann)

  • Regenhülle passend für den Rucksack

  • Faltbares Sitzkissen (häufig bei den Rucksäcken schon dabei)

  • Bruchfeste isolierte Trinkflasche mit auslaufsicherem Verschluss

  • Kleines Gästehandtuch (jeden Tag frisch) zum Hände abtrocknen
FAQ Wald

Wie läuft das eigentlich (in den) im Wald?

  • Sturm, Gewitter, Schnee . . .
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    Wohin gehen die Kinder bei extremem Wetter?

    Wir haben jederzeit die Möglichkeit bei Unwetter, z.B. Sturmwarnung, Gewitter oder Schneebruch Unterschlupf in den Räumlichkeiten der Friedenskirche (Samperschlagstraße 3, 63811 Stockstadt am Main) zu finden. Da die Friedenskirche ca. 2km von unserem Waldplatz entfernt ist, müssen wir bereits spätestens morgens entscheiden, ob ein sicherer Aufenthalt im Wald möglich ist. Dies wird mit den Eltern über die Elterngruppe kommuniziert.

  • Sauber!
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    Wie kann sich mein Kind waschen?

    Die Kindergartenkinder müssen nicht zwingend sauber sein. Damit auch schmutzige Waldhände wieder sauber werden, werden zum Händewaschen täglich Frischwasser und biologisch abbaubare Seife in unseren Bollerwägen mitgeführt. An unserem Waschbecken können die Kinder selbstständig die Hände waschen.

  • Stilles Örtchen?
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    Wie kann mein Kind aufs Klo gehen?

    Für kleine und große „Geschäfte“ steht uns eine Trenntoilette zur Verfügung. Die Trenntoilette, eine geruchsarme und ökologische Form einer Toilette ohne Wasserspülung, ist kindgerecht gebaut und mit einem Kindertoilettensitz ausgestattet. Unser Fachpersonal begleitet die Kinder bei Toilettengängen und gibt wenn nötig Hilfestellung und Tipps, wie das „auf Toilette gehen“ im Wald bestens funktioniert. Sollte doch mal was daneben gehen, haben wir immer Wechselwäsche griffbereit. Für Notfälle unterwegs befinden sich immer ein Klappspaten, Toilettenpapier und Mülltüten in unserem Gepäck.

  • Pipi-Schnecke!
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    Verstecken, hocken, ...

    Auf unserem Waldplatz gibt es zusätzlich einen räumlich klar definierten Toilettenplatz, die sogenannte „Pipi-Schnecke“. Dieser befindet sich außerhalb des Spielbereichs in Ruf- und Sichtweite. Hier können sich die Kinder für Toilettengänge zurückziehen. Für unsere Jüngsten kann jederzeit ein Töpfchen zur Verfügung stehen und auch für das Wickeln im Wald sind wir bestens ausgerüstet.

  • Bauwagen
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    Unser Bauwagen

    Der Bauwagen dient uns zu verschiedenen Tätigkeiten im Tagesablauf als Aufenthaltsraum. Er verfügt über Sitzgelegenheiten mit Tisch, einer Gasheizung, einer Garderobe, Haken für Wechselkleidung und eine Küchenzeile. Der Bauwagen ist geräumig genug, um einen Betrieb auch bei unbeständigen Witterungsverhältnissen aufrechterhalten zu können und dient uns als Unterschlupf für das Mittagessen und zum Aufwärmen in der kalten Jahreszeit. Zudem bietet der Bauwagen die Möglichkeit allerhand Materialien wie z.B. Bastelmaterial, Bücher, Spiele und vieles mehr zu verstauen. Licht bekommen wir über ein kleines Solarpanel auf dem Dach. Frisches Wasser wird täglich in Kanistern mitgeführt.

  • Grrr... Manno... Aarrrgh!
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    Unser Wutbaum

    Wer kennt das nicht? Die Wut steigt in einem hoch und am liebsten würde man mal kräftig um sich schlagen! Hierfür ist unser Wutbaum mit einem "speziellen Wutpolster" (Schaumstoff:)) ) ausgestattet, an dem die Kinder ihre Emotionen auslassen können, ohne sich zu verletzen.

  • Stopp! Bitte nicht stören!
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    Unser "Lass-mich-in-Ruhe-Haus!"

    Auch im großen Wald gibt es Situationen zwischen den Kindern, in denen sich das eine oder andere Kind einfach mal eine Auszeit wünscht. Für diesen Fall haben wir ein Asthäuschen, das von den Kindern jederzeit aufgesucht werden kann. Die Kinder wissen ganz klar, dass derjenige, der diesen Rückzugsort aufgesucht hat, nicht gestört werden darf.

»Ding - DOOONG!«

Unser Tagesablauf

Ein Tag im Wald ist äusserst kräftezehrend.

Deshalb nehmen wir uns bewusst Zeit zum Ausruhen und Runterkommen.
Bei trockener Witterung (auch im Herbst und Winter - dann mit einem Schlafsack) nutzen wir dafür unsere Hängematten. Die Kinder können entscheiden ob sie sich in der Hängematte bei einem Hörspiel oder auf der Picknickdecke beim Buchvorlesen und Anschauen entspannen möchten.
Bei Regen kommen wir im Bauwagen zur Ruhe.

Inklusion bei St. Markus

Das Zeichen der Libelle steht bei uns für Inklusion. Ein inklusives Verständnis und respektvoller Umgang miteinander sind für uns selbstverständlich! Alle Kinder, unabhängig von Nationalität, Geschlecht oder Art und Schwere einer Behinderung sind bei uns willkommen und angenommen in ihrem Eigen-Sein.

Libelle