Unsere Krippenkonzeption

»Unsere Krippe soll ein Ort für liebevolle Betreuung, frühkindliche Bildung und kindgerechte Erziehung sein.
Wir möchten ein Umfeld schaffen, in dem sich die Kinder geborgen, angenommen und respektiert fühlen.«

 

Inhaltsverzeichnis
Organisatorisches Konzept

Unsere Krippe wurde im September 2011 feierlich eröffnet. Bauträger ist die Marktgemeinde Stockstadt und Betriebsträger die evangelische Kirchengemeinde St. Markus.

Wir betreuen 36 Kinder, im Alter von 6 Monaten bis drei Jahren, in drei Stammgruppen.
Als Einrichtung verstehen wir uns als familienunterstützend und familienbegleitend.
Ein erhöhter Betreuungsbedarf für Kleinstkinder ist entstanden durch:
  • • den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab 12 Monaten
  • • die Entstehung eines Neubaugebietes, wodurch die Anzahl der Familien mit Kleinstkindern zunimmt.
  • • Bayerisches Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz
  • • SGB VIII
  • • BUKISCHG (Bundeskinderschutzgesetz)
  • • UN Kinderrechtskonvention
  • • Infektionsschutzgesetz
  • • BayBEP, Handreichung zum Bayerischen Bildungs-und Erziehungsplan für Kinder unter 3 Jahren
Diese sind ausgebildetes pädagogisches Fachpersonal, Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen in Teil- und Vollzeit. Die Anzahl und Wochenarbeitsstunden richten sich nach den gebuchten Betreuungszeiten und der Zahl der Kinder.
Wir bieten Schülern und Auszubildenden die Möglichkeit in unserer Einrichtung ein Praktikum zu absolvieren.
  • Jugendamt mit Koordinierende Kinderschutzstelle (KOKI) 06021 / 4511865
  • Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD) 06021/394570
  • Frühförderstelle 06021/386600
  • Sozialpädagogisches Zentrum (SPZ) 06021/323701
  • Erziehungsberatungsstelle 06021/392201
  • Kindergarten:
    • Gemeindekindergarten Regenbogenland 06027/3412
    • kath. Kindergarten Franziskusheim 06027/3380
    • Kindergarten Johannisheim 06027/1615

Die Krippe liegt in einem verkehrsberuhigten Wohngebiet direkt am Waldrand. Wald und Spielplätze können optimal in die pädagogische Arbeit eingebunden werden, da sie zu Fuß erreichbar sind.

Die Größe der drei Gruppenräume richtet sich nach den gesetzlichen Richtlinien für Krippen. Alle Räume sind ebenerdig und als flexible Lern- und Forschungsräume zu sehen. Die Materialien bestimmen die Handlungsmöglichkeiten der Kinder und sollen ihnen richtungweisende Impulse geben. Die Funktionsräume, wie Sanitär und Schlafräume sind an jeden Gruppenraum angegliedert. Der Flur bietet zusätzlichen Raum für Bewegung. Im "Kindercafè" treffen sich alle Kinder zum gemeinsamen Frühstück, Mittagessen und Nachmittagssnack. Den Kinder steht ein Atelier zur Förderung der Kreativität zur Verfügung. Unser Außengelände ist großflächig und alters entsprechend gestaltet, um die psychomotorische Entwicklung bestmöglich zu fördern. Aus jedem Gruppenraum ist der Zugang möglich. Für ausreichende Beschattung ist gesorgt.

Montag – Freitag 7 Uhr bis 17 Uhr
  • 7 – 9 Uhr Ankommen und gemeinsame Spielzeit
  • Ab 8.30 Uhr Gemeinsames Frühstück
  • 9.30 – 11 Uhr Spielzeit und Morgenkreis
    z.B. Sing- und Fingerspiele, gezielte Kleingruppenarbeit, Freispiel, Bewegungsangebote, Aufräumen, Spielen im Außengelände, Spaziergänge…
  • 11 Uhr Mittagessen
  • 12 – 14 Uhr individuelle Ruhezeiten
  • 15 Uhr Nachmittagssnack
  • 14 – 17 Uhr Spielzeit

ausführliche Informationen & Bilder zum Tagesablauf

Gemäß den Bestimmung des bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG) und in Absprache mit dem Träger ist eine wöchentliche Mindestbuchungszeit von 20 Stunden, bei fünf wöchentlichen Anwesenheitstagen Voraussetzung. Dies unterstützt unser pädagogisches Konzept und fördert das Gemeinschaftsgefühl und soziales Lernen.
Unsere Beiträge sind Pauschalbeträge, d.h. Windeln, Getränke, Mahlzeiten (je nach Buchungsstunden: Frühstück, warmes Essen, Snacks) , Hygieneartikel sind inklusive.

4-5 5-6 6-7 7-8 8-9 9-10
225€ 250€ 275€ 300€ 325€ 350€
Die Krippe schließt von Weihnachten bis "Heilige drei König" und drei Wochen in den Sommerferien, maximal 30 Tage im Jahr. Die Schließtage werden jährlich mit dem Elternbeirat geplant.
Andere noch anfallende Schließtage werden rechtzeitig mitgeteilt.
Getränke stehen den ganzen Tag zur Verfügung. Das Essen bietet viele Möglichkeiten mit allen Sinnen Lebensmittel zu erfahren, selbständig zu handeln, sozial miteinander umzugehen, zu kommunizieren und ist deshalb für uns ein wichtiger Lernprozess in der Entwicklung des Kindes.
Das Frühstück findet in zwei Kleingruppen statt, damit die Kinder in einer ruhigen, entspannten Umgebung essen können, dies ermöglicht auch den Austausch mit anderen Kindern und uns Fachkräften. Frisches Brot, Milchprodukte, wie Käse und Butter, sowie frisches Obst und Gemüse werden täglich bereitgestellt. Im Wechsel werden Frischkornbrei, Wurst, Marmelade und Gemüseaufstrich angeboten.
Die Kinder erhalten täglich ein warmes, biologisch ausgewogenes Mittagessen. Alle Nahrungsmittel sind in Bio-Qualität.

ausführliche Informationen & Bilder zu den Mahlzeiten

Pädagogisches Konzept

Ganz schön aktiv, ganz schön kompetent - unser Bild vom Kind

Unser pädagogisches Leitbild

In unserer Krippe verfolgen wir ein ganzheitliches Bildungskonzept, in das folgende Bereiche aus dem BayBEP einfließen.

  • Wertorientierte und verantwortungsvoll handelnde Kinder
  • Sprach- und medienkompetente Kinder
  • Fragende und forschende Kinder
  • Künstlerisch aktive Kinder
  • Aktive und starke Kinder

Wir achten die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten und unterstützen individuell die Entwicklung ihrer Basiskompetenzen.

Ganz schön verspielt - Lernen in der Krippe

Damit sich Kinder mit Spaß und Freude, ganz bedürfnisorientiert ausleben können, brauchen wir einen Sack voller guter Spielideen. Das sind Spielangebote und gleichzeitig immer auch Bildungsangebote, weil ein Kind spielend lernt, nicht anders. Spielerisch verknüpfte Erfahrungsmöglichkeiten geben den Kindern das notwendige Wissen über ihr Lebensumfeld weiter.
Je mehr Sinneskanäle im Spiel angesprochen werden, umso mehr setzt sich das Erfahrene als ganzheitliches Erlebnis im Gehirn fest. Das Spiel hilft dem Kind seine eigene Identität zu entwickeln, Fähigkeiten zu erwerben und somit auch in unsere Gesellschaft hineinzuwachsen. Das bedeutet, Spielen und Lernen sind eng miteinander verbunden. Dennoch spielen Kinder nicht um zu lernen und sie lernen nicht nur beim Spielen.

Mit diesem Beispiel zeigen wir auf, wie viele Lernerfahrungen in einer einfachen Beschäftigung mit dem Ball stecken:

  • durch das Ertasten des Balles lernt das Kind die Form und das Material kennen
  • durch das Werfen lernt es die Schwerkraft kennen und seine Kraft zu dosieren
  • durch das Fangen wird die Augen-Hand-Koordination trainiert
  • durch das Spielen mit einem Partner stärkt es die Sozialkompetenz

Ganz schön offen, verantwortungsbewusst und kompetent - unsere pädagogische Arbeit

Bindung und Beziehung

Emotionale Kompetenzen stärken

Kommunikative Kompetenzen stärken

Körperbezogene Kompetenzen stärken

Kognitiv lernmethodische Kompetenzen

Positives Selbstkonzept stärken

Bindung und Beziehung

Es ist uns wichtig, dass sich die Kinder sicher, geborgen und gut eingebunden fühlen. Darum haben wir unser eigenes Eingewöhnungskonzept entwickelt, in Anlehnung an das Berliner Eingewöhnungsmodell. Dies bietet jedem Kind die Möglichkeit, mit seiner Bezugsperson als Sicherheit, ersten Kontakt zu uns, seiner Gruppe, sowie den Räumlichkeiten aufzunehmen. So lernt das Kind Schritt für Schritt eine Bindung zu uns Fachkräften aufzubauen. Beim persönlichen "in Empfang nehmen" am Morgen oder beim Trösten bei Trennungsschmerz oder Verletzungen wird diese Beziehung gestärkt. Mit der Zeit entwickelt sich dann die Beziehungen der Kinder untereinander.

Die Eingewöhnung in unsere Kindertageseinrichtung

Die Grundphase dauert drei Tage. Am ersten Tage sollte der Besuch in der Kita nicht länger als eine Stunde dauern. Am zweiten und dritten Tag kann das Kind auch bereits in der Kita gewickelt werden. Ein Elternteil /Bindungsperson begleitet in den ersten Tagen das Kind und beide werden sich die meiste Zeit im Gruppenraum aufhalten, damit eine erste Vertrautheit des Kindes mit dem neuen Ort, den Kindern und den Erzieherinnen entstehen kann. Die Erzieherinnen werden in dieser Zeit Ihrer Arbeit mit den anderen Kindern nachgehen und gleichzeitig versuchen, Kontakt zum Kind aufzunehmen, es anzusprechen und ihm Spielangebote zu machen. Die Reaktionen des Kindes sind wichtige Signale für das weitere Vorgehen. Wie nahe darf die Erzieherin dem Kind kommen? Reagiert das Kind auf die anderen Kinder im Raum; eher interessiert oder eher irritiert? Wie weit entfernt sich das Kind vom Elternteil, wann kommt es wieder zu ihm zum "Auftanken" zurück? Wenn der Elternteil das Kind wickelt , ist die Erzieherin dabei. Sie versucht, die vertrauten Rituale abzuschauen, damit sie diese später selbst praktizieren kann.
In der Regel findet am vierten Tag das erste Mal eine kurze Trennung statt. Der Elternteil verabschiedet sich vom Kind und geht einen kurzen Moment vor die Tür. Die Erzieherin wird in dieser Zeit das Kind ganz genau beobachten. Reagiert das Kind irritiert oder fängt an zu weinen und lässt sich nicht von der Erzieherin trösten, kehren wird die Trennung verkürzt. Je nachdem wie das Kind reagiert wird die Trennungsphase in den nächsten Tagen von 10 Minuten auf eine Stunde verlängert. Akzeptiert Ihr Kind die Trennung, bleibt das Kind den Vormittag mit Frühstück. Wenn das Kind sich wohl fühlt und die Erzieherin als sichere Basis akzeptiert hat, wird die Anwesenheit auch auf das Mittagessen und die Schlafenszeit ausgedehnt.

Die Eingewöhnung ist dann abgeschlossen, wenn das Kind sich von der Erzieherin bei Kummer (z.B. wenn es hinfällt, Sie sich verabschieden etc.) nachhaltig trösten lässt. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass das Kind die Erzieherin als sichere Basis akzeptiert hat.

Emotionale Kompetezen stärken

Soziale und emotionale Kompetenzen stärken wir in allen Bildungsbereichen. Dies geschieht bei der Arbeit in Projekten, beim gemeinsamen Betrachten von Bilderbüchern oder in Alltagssituationen, wie z.B. Tisch decken und Wäsche legen. Wir unterstützen die Kinder dabei, sich ihrer Gefühle bewusst zu werden, in dem wir ihnen mitfühlend zuhören und ihnen helfen, ihre Gefühle auszudrücken.

Kommunikative Kompetenzen stärken

Kommunikation findet nicht nur verbal, sondern auch nonverbal statt. Es ist uns wichtig, auch auf Körpersprache, Mimik, Gestik und Blickkontakt zu achten. Wir nehmen die Signale der Kinder wahr und reagieren entsprechend, so dass sich die Kinder verstanden fühlen und Freude und Interesse an Kommunikation entwickeln. In vielfältigen Angeboten fördern wir die Sprachentwicklung der Kinder, z.B. aktuelle Fotos auf Augenhöhe, Ich-Bücher, Portfolio-Ordner, Erlebniskiste u.v.m. Eine wichtige Rolle dabei spielt auch die Musik. Die Kinder haben Freude daran, ihrer Umgebung zu lauschen, Geräusche und Töne selbst zu produzieren und Instrumente auszuprobieren, z.B. Kniereiter oder Singen im Morgenkreis.

Körperbezogene Kompetenzen stärken

Durch Bewegen, Schmecken, Riechen, Hören, Tasten und Sehen lernen die Kinder ihre Umwelt kennen. Spiele im Garten, Bewegungsspiele im Flur und eine bewegungsanregende Raumgestaltung fördern ihre motorischen Fähigkeiten Die Sinneswahrnehmung wird vor allem durch Tastspiele, Lern-Tabletts und sogar beim selbständigen Essen gefördert.

Beim Wickeln und der Sauberkeitsentwicklung erlernen die Kinder Fertigkeiten zur Pflege des eigenen Körpers. Wichtig ist uns eine "beziehungsvolle Pflege", ein von Emmi Pikler (Kinderärztin und Kleinkindpädagogin) entworfenes Konzept der aufmerksamen Zuwendung in der körperlich nahen 1:1 Begegnung mit dem Kind. Es umfaßt die Aufgabenbereiche Wickeln, Pflegen, Essen, Schlafen, An-und Ausziehen. Beziehungsvolle Pflege bedeutet, dass auf die Grundbedürfnisse eines Kindes nach beständigen liebevollen Beziehungen, nach körperlicher und seelischer Unversehrtheit und Sicherheit, nach entwicklungsgerechten und individuellen Erfahrungen eingegangen wird. Hierbei kommt es nicht nur auf die Interaktion zwischen Erwachsenen und Kind an, sondern ist eine Selbstbeteiligung des Kindes unerlässlich.

Kognitiv lernmethodische Kompetenzen

Kleinkinder sind aktive Forscher und Entdecker. Sie sind sehr interessiert und motiviert, sich neues Wissen anzueignen.
Indem die Kinder ihre Lernprozesse aktiv mitgestalten, erleben sie Spaß am Entdecken ihrer Welt. Durch das Einüben logischer Abläufe, z.B. beim An- und Ausziehen wird die Selbständigkeit der Kinder gefördert. Wir bieten jedem Kind die Möglichkeit durch Ausprobieren selbständig Problemlösekompetenz zu entwickeln. Das Gedächtnis und die Aufmerksamkeit werden besonders durch Fingerspiele, Reime und Rituale gestärkt. Beim Kritzeln auf Papier, Hantieren mit Stiften oder im Umgang mit Schere, Kleber und Farbe (mit Fingern, Pinsel oder anderen Materialien) lernen die Kinder ihre eigene Kreativität auszuleben.
Dabei kommt es auf den Prozess des Gestaltens, des Wahrnehmens und des Beobachtens und nicht auf das Ergebnis an.

Positives Selbstkonzept stärken

Bei uns können sich die Kinder auf kontinuierliche, liebevolle Zuwendung verlassen. Die Kinder lernen, selbstbewusst und selbständig ihre Umwelt zu erkunden, denn sie können sich sicher sein, bei ihrer Bezugsperson Halt zu finden.
Eine positive Wertschätzung gibt den Kindern das Gefühl, geliebt und wertvoll zu sein, z.B. beim Ausstellen ihrer "Kunstwerke".

Ganz schön flexibel - unser Raumkonzept

Die Arbeit mit den Kindern findet in altersgemischten Gruppen statt. Die Kinder lernen die verschiedenen Möglichkeiten der Räume zu nutzen. Der Charakter der unterschiedlichen Raumgestaltung gibt den Kindern vielseitige anregende und richtungsweisende Impulse, z.B. Musik, Bewegung, Rollenspiel, Atelier. Dies ermöglicht uns ein offenes und situationsorientiertes Arbeiten.
Die elementaren Bedürfnisse der Kinder nach Bewegung und Ruhe, Geborgenheit und Freiheit, Zusammensein und Alleinsein sollen durch unser Raumkonzept erfüllt werden. Unsere Raumgestaltung passen wir flexibel dem Entwicklungsstand, den Bedürfnissen und Interessen der Kinder an.

Ganz schön kompetent, ganz schön viel Verantwortung - unsere pädagogische Arbeit im Team und mit den Kindern
(Rolle und Selbstverständnis der Pädagogen)

Wir Erzieher sehen uns als Wegbegleiter der Kinder. Dabei nehmen wir verschiedene Rollen, wie Beobachter, Bildungspartner, Spielpartner, Tröster und Zuhörer ein. Wir sind für die Kinder verlässliche Bindungspersonen, in der Zeit, in der die Eltern abwesend sind. Somit ist es unsere Aufgabe alle Bedürfnisse und Nöte der Kinder zu erkennen und angemessen auf sie einzugehen. Mit Achtsamkeit und Respekt begegnen wir den Kindern jeden Tag aufs Neue. Kinder brauchen Erzieherinnen, die sie bei ihrem Forschen, Erkunden und Gestalten begleiten, sie annehmen, verstehen und in ihrem Tun bestätigen. Um vielseitige Erfahrungen zu ermöglichen bieten wir den Kindern eine stets neue Lernumgebung und passen den Raum den individuellen Entwicklungsphasen an. Damit die Kinder sich geborgen fühlen können, nehmen wir uns Zeit für jeden Einzelnen und geben jedem so viel Zuwendung und Fürsorge, wie er braucht. Durch das Gefühl der Geborgenheit und Angenommen-Seins kann es sich selbstbewusst und frei in der Kinderkrippe bewegen und seine Persönlichkeit entwickeln.

Das bringen "Wir" mit:

Ganz schön abwechslungsreich – unser Außengelände weckt die Lust zum "Draußen" sein

Unser Außengelände bietet den Kindern vielfältige Bewegungs-, Spiel- und Entdeckungsmöglichkeiten.

»Für die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper sind insbesondere Höhenunterschiede wichtig: eine Erhebung besteigen und hinunter springen, klettern, rutschen, laufen, sich balgen und wälzen, etwas überqueren und balancieren. Dazu kommt das Erlebnis, sich größer fühlen zu können, ein prickelndes Gefühl von Mut und Risikobereitschaft; Bewegung und Geschwindigkeit spüren, schweben und fliegen, das Gewicht des eigenen Körpers.«
(basiert auf dem Konzept Garten-Gestaltung für Kinderkrippen der Landeshauptstadt München)

Wichtig für Sinneserfahrungen im Außenbereich sind verschiedene Bodenbeläge, deshalb bietet unser Garten Mulch, Steine, Kies, Sand und Wiese, eine Rennstrecke zum Fahren von Rutschfahrzeugen, Dreirädchen oder Laufräder und eine Sandspielzone mit Wasser und Matschbereich.

Unser Außengelände weckt die Neugier, ist Anregung für Bewegung und somit der Motor für die Selbstfindungsprozesse der Kinder. Auch bietet es Raum um Natur zu erleben, zu "gärtnern" und das Wachsen der Pflanzen zu beobachten.

Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung

Um unsere pädagogische Arbeit zu reflektieren, auszuwerten und weiter zu entwickeln, nutzen wir unterschiedliche Instrumente:

  • Regelmäßige Teamsitzungen
  • Kollegiale Beratung
  • Fort- und Weiterbildung der pädagogischen Fachkräfte
  • Supervision bei Bedarf
  • Regelmäßige Entwicklungsgespräche mit den Eltern
  • Entwicklungsordner (Portfolio) für jedes Kind
  • Jährlicher Elternfragebogen
  • Mitarbeiterjahresgespräche
  • Mitgliedsschaft im Ev. KITA Verband Bayern
  • Inanspruchnahme von Fachberatung

Beobachtung und Dokumentation

Um das Kind immer im Blick zu haben, verwenden wir Beobachtungsbögen ("Grenzsteine der Entwicklung") und Portfolioordner, mit dem wir das Kind in seiner Entwicklung begleiten.

Was ist ein Beobachtungsbogen?

Wir füllen in regelmäßigen Abständen Beobachtungsbögen für folgende Entwicklungsbereiche aus:

  • Handlungs- und Bewegungssteuerung
  • Fein- und Visuomotorik
  • Sprachentwicklung
  • Kognitive Entwicklung
  • Emotionale Entwicklung
  • Soziale Entwicklung

Somit ist eine konstante Entwicklungsdokumentation möglich und wir können Vergleiche ziehen, wie sich das Kind in der Krippenzeit entwickelt.

Was ist Portfolio?
  • jedes Kind bekommt seinen eigenen individuellen Ordner
  • hier wird Erlebtes und Gelerntes dokumentiert, anhand von Fotos und Situationsbeschreibungen
  • der Ordner gehört dem Kind, es kann jederzeit frei darüber verfügen
  • durch das Betrachten des eigenen Ordners wird die Sprache und das Selbstbewusstsein des Kindes gefördert
  • für das Kind werden Entwicklungsschritte sichtbar
  • es orientiert sich an den Stärken des Kindes

Elternzusammenarbeit

»Eltern sind Experten ihrer Kinder«
"Hand in Hand" - Ziele für unsere Elternzusammenarbeit

Die Betreuung in unserer Kinderkrippe bietet den Eltern Entlastung und Unterstützung in der Erziehung ihres Kindes. Wir informieren sie regelmäßig über den Entwicklungsstand ihres Kindes. Uns ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern sehr wichtig.

"So funktioniert´s..." - Methoden unserer Elternzusammenarbeit

Für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bieten wir ein vielfältiges und umfangreiches Angebot:

I. Elterngespräche zwischen Eltern und uns als Team für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes, z.B.:

  • Tür und Angel Gespräche
  • Informationsgespräche
  • Aufnahmegespräche
  • Eingewöhnungsgespräche
  • Regelmäßige /jährliche Entwicklungsgespräche/ Elterngespräche

II. In unserer Einrichtung haben Eltern unterschiedliche Möglichkeiten, sich über das allgemeine Geschehen und unsere pädagogische Arbeit zu informieren, z.B.:

  • Wochenrückblick neben jeder Gruppentür "Unsere Woche" in Form von farbigen Punkten.
  • Portfolio-Ordner ihres Kindes
  • Informationswände mit Projekten, Angeboten und Kunstwerke
  • Plakate mit Dokumentationen
  • Pinnwand im Eingangsbereich
  • Eltern- Informations – Ecke
  • Wickel- und Schlafliste

III. Wir unterstützen die Eltern familienergänzend in der Erziehung und Betreuung ihres Kindes, z.B.:

  • Fragebogen 1xjährlich
  • Informationen für Eltern über Beratungsstellen (Ordner im Elternwarteraum)

IV. Durch vielfältige und regelmäßige Veranstaltungen möchten wir die Gemeinschaft fördern, z.B.

  • Kennenlerntag
  • Elternabend
  • Kinderfest
  • Abschlussgottesdienst
Elternbeirat…ein wichtiges Team!

Engagierte Mamas und Papas unterstützen uns im Verlauf des Krippenjahres. Unsere Krippe braucht einen Elternbeirat

  • als Bindeglied zwischen Eltern, Träger und Personal
  • als Berater bei wichtigen Entscheidungen, z.B. Schließtage, Elternabende
  • als "helfende Hand" bei Veranstaltungen
Impressum
Herausgeber:

Evangelisch lutherische Kirchengemeinde St. Markus

Verantwortlich:

Evangelisch lutherische Kirchengemeinde St. Markus

Stockstadt am Main, Sommer 2016